Beiträge vom April 2008
Diese Frage haben wir öfter gehört, als wir in Montalcino waren… Scheinbar kann sich keiner den Namen dieses malerischen Toskana-Dorfes merken. Bekannt ist dem ein oder anderen vielleicht der Rotwein aus Montalcino, Brunello, der in 95% aller Geschäfte Montalcinos verkauft wird. Wir haben uns ohne Stadtplan wunderbar zurecht gefunden und uns kein einziges mal verlaufen. Montalcino ist ein niedliches Dorf, in dem es leider nicht sonderlich viel zu sehen gibt… Nach einem Rundgang, einer Pizza und einem Eis waren wir dann fertig für die Rückfahrt – also schnell zur Bushaltestelle, da der erste Bus nach Siena laut Internet um 18.30 Uhr fährt. Aber wo ist denn der Bus? Ein kurzer Blick auf den Busfahrplan machte uns schnell klar: umsonst beeilt. Busse nach Siena um 18 und um 19.25 Uhr… Also noch eine Stunde warten und bei einer heißen Schokolade aufwärmen… Als wir dann wieder in Siena waren, kamen wir uns schon fast wie in einer Großstadt vor und waren froh, dass es dort nicht so kalt war, wie in Montalcino.
Und wo waren wir jetzt? Ach ja, Montalcino
5100 Einwohner und mindestens doppelt so viele Flaschen Wein!
Kategorien: Uncategorized
Mit Tag(s) versehen: Montalcino, Toskana
Sonntagmorgen 8 Uhr. Steffi und ich machen uns auf den Weg zum Bahnhof um die lange Reise nach Pisa anzutreten
nach 2 Stunden Zugfahrt sind wir in schon da und sind ganz Tourist – mit Stadtplan der Hand in Richtung Piazza di Meracoli. Das ist auch so ziemlich das einzige, das an Pisa interessant ist, dort stehen der schiefe Turm, der Dom und unglaublich viele Stände, um den Touristen lauter tolle Sachen, wie Mini-Schiefe-Türme wahlweise als Schneekugeln, Anhänger, normale Staubfänger-Figürchen, Bilder, T-Shirts… Der Rest von Pisa war ziemlich menschenleer. Die Italiener wählen (?) oder schlafen noch und Touristen gab es seltsamerweise nicht viele. Dafür gibt es sehr leckeres Eis in Pisa *mmhhh*
Also wieder zum Bahnhof und in den Zug nach Lucca – nochmal 20 Minuten weiter nördlich von Pisa. Lucca (80000 Einwohner – hier scheint alles größer zu sein, als Siena) hat rund um die Innenstadt eine Stadtmauer, auf der man spazieren gehen kann, weiterhin erwähnenswert ist vielleicht die Piazza amphiteatro. Und weil Tourist sein ziemlich anstrengend ist, haben wir uns auf der Stadtmauer in die Sonne gesetzt und das gute Wetter genossen. Mittlerweile sind auch ein paar mehr Menschen unterwegs. Entweder haben die Italiener schon fertig gewählt oder haben sich letztendlich doch für einen sonnigen Nachmittag entschlossen.
Endlich zurück in Siena, war es schon so spät, dass wir schnell in der Mensa gegessen haben und todmüde ins Bett gefallen sind. Tourist sein ist schon anstrengend.
Kategorien: Uncategorized
Mit Tag(s) versehen: Pisa, Lucca, Tourist
Jaaa!! Neue Wohnung ab dem 1. April, mit Internet, Küche, mitten in der Stadt! Wir sind eine 4er WG, 2 Deutsche (Steffi und ich), 2 Spanier (Alberto und Martha), 3 Badezimmer, großes Wohnzimmer und das, was man sich unter einer Erasmus Wohnung vorstellt
nur viel schöner.
Kategorien: Uncategorized
Mit Tag(s) versehen: Doppelzimmer, WG, Wohnen
Meine Ankunft war recht unspektakulär, Flugzeug ist heile gelandet, die Züge waren pünktlich und fürs letzte Stück gings mit dem Taxi weiter. Dann kam ich im Wohnheim an. Die erste Nacht war ich alleine, dann hatte ich für 3 Tage eine italienische Mitbewohnerin, die für eine Klausur nach Siena gekommen ist. In den nächsten Tagen habe ich mich um meine Einschreibung gekümmert – ich dachte immer, in Deutschland sei alles bürokratischer als hier… Stimmt leider nicht! Eine Unterschrift hier, einen Stempel dort, in das eine Büro gehen, zum anderen Büro…
Im Flugzeug saß ich neben Steffi, die auch Erasmus in Siena macht und jetzt meine coinquilina (Mitbewohnerin) ist. Im Zug habe ich dann gleich noch eine Erasmusstudentin kennengelernt, Sonja – sie wohnt aber nicht auch bei uns sondern in einer wunderschönen Wohnung mitten im Zentrum.
Kategorien: Uncategorized
Mit Tag(s) versehen: Ankunft
Als ich noch in Deutschland war, hatte ich mich dazu entschlossen hier im Wohnheim zu wohnen, da es die mit Sicherheit günstigste Möglichkeit war, hier zu wohnen. Wohnheim funktioniert hier so: Doppelzimmer (mit einem Schlüssel) mit eigenem Bad und Küche im Flur für alle. Schlüssel muss man immer an der Pforte abgeben, daher ist es besonders spannend, wenn man nachts nach Hause kommt und der Pförtner schläft… Man kann dann schonmal zehn Minuten warten, bis jemand auf die Klingel reagiert und dann genervt an die Tür kommt und fragt, was man denn wolle… Die Zimmer sind in Ordnung, besser als erwartet, viel besser eigentlich. Was unglaublich fehlt: Internet… Da hat man auf einmal unglaublich viel Zeit, zu lesen, anstatt seine Zeit im world wide web zu verbringen. Die Küche: zwei Kühlschränke, zwei Kochplatten, Spülbecken und ein Tisch. Das war‘s. Geschirr? Besteck? Töpfe? Hat den Vorteil, dass man gar keine Gelegenheit hat, seine Zeit mit kochen zu verschwenden
Dafür kann man ganz gut in der Mensa (!!!) Pizza oder Pasta essen. Man glaubt es kaum, ich esse hier freiwillig Mensaessen!
Als meine italienische Mitbewohnerin wieder abgereist war, wohnte zwei Wochen lang Anna aus Polen in meinem Zimmer. Sie ist auch Erasmusstudentin, studiert VWL und wir haben sogar eine Vorlesung zusammen. Sie ist so, wie man sich eine Erasmusstudentin vorstellt
Jeden Abend Party bis mindestens morgens um 5, den halben Tag verschlafen und dann sämtliche Vorlesungen verpassen…
Dann war Ostern. Und das Wohnheim war geschlossen. Eine ganze Wochen lang!! Also bin ich während der Zeit bei Steffi eingezogen, da ihre Mitbewohnerin bei ihren Eltern war und so ein Bett für mich frei war. Danach konnte ich wieder zurück ins schöne Wohnheim….
Ich hatte aber schon zum ersten April gekündigt und das Ende war in Sicht
Wenn man kündigt, gibt es eine tolle Regelung mit der Kaution: man zahlt einfach weniger Miete und verrechnet so die Kaution mit der letzten Miete. Dann erübrigt sich allerdings der Sinn einer Kautionszahlung!?!
Kategorien: Uncategorized
Mit Tag(s) versehen: Doppelzimmer, Mensa, Pizza, Wohnen, Wohnheim
Die Universität Siena, gegründet 1240, gehört zu den ältesten Universitäten Italiens und wird heute von etwa 20.000 Studenten besucht. Meine Fakultät, Facoltà die Economia „Richard M. Goodwin“, gefällt mir gut, sie ist seit ein paar Jahren in einem ehemaligen Franziskanerkloster untergebracht und sieht toll aus! Auch die Vorlesungen sind in Ordnung. Ich habe eine Vorlesung mit nur 6 (econometria applicata, angewandte Ökonometrie), eine mit 15 Leuten (crescita e sviluppo, Wachstum und Entwicklung) zusammen. Da ich dachte, Bachelor Vorlesungen seien einfacher, habe ich auch eine Vorlesung mit ca. 80 Leuten (politica economica e industriale); die ist aber bisher am schwierigsten, weil ich den Professor kaum verstehe… Jede Vorlesung findet 3mal pro Woche statt und es gibt eine Zwischenprüfung und eine Endprüfung. Dazu kommen dann teilweise noch Hausaufgaben und eine Hausarbeit – so viel Arbeit bin ich aus Bonn gar nicht gewohnt
Die Prüfungen darf ich alle auf Englisch ablegen wenn ich möchte, das sollte also machbar sein.
Kategorien: Uncategorized
Mit Tag(s) versehen: Uni, Vorlesung