Sabine’s Weblog

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Auch Erasmus-Semester haben irgendwann ein Ende…

Juli 17, 2008 · Kommentar schreiben

Bilanz aus 5 Monaten Siena: Hinflug mit einem Koffer 21,5 kg und einem Rucksack 6 kg (inklusive Laptop). Zurück 2 Koffer: 21,6 kg und 24,7 kg (4 kg Übergewicht kosten bei tuifly grade mal 28 euro ;) ), ein Rucksack 10 kg und eine Tasche mit dem Laptop…

Das Semester in Siena hat mir sehr gut gefallen, und mir fehlen jetzt schon die unzähligen Abende auf dem Campo, viel zu viele gelati, Pizza e Pasta, caffè, caffè macchiato, cappuccino, zufällige Begegnungen an jeder Ecke in der kleinen Stadt, die verrückten Contraden und ihr Palio (die Siegertrophäe wird jetzt jeden Tag durch die Stadt getragen),ihre Trommeln und Feste, die engen Straßen und Gassen Sienas, meine Chaos-WG, die liebe Steffi, mit der ich 4 Monate das Zimmer geteilt habe, Alberto, der noch einiges lernen muss, Martha, die nie so ganz zu durchblicken war. Und nicht zu vergessen alle anderen aus der via San Pietro 18 :) Wie gerne hätte ich die Mensa aus Siena mit nach Bonn genommen, dann müsste ich nicht immer meckern, wenn wir in der Mittagspause in die Mensa gehen ;) Nicht zuletzt fehlt mir jetzt schon das Wetter (ganz schön kalt hier in Deutschland…)!!! Sonne, warm, heiß, noch heißer, die Möglichkeit, einen Tag ans Meer zu fahren (und ja, 2 Stunden Fahrt sind lang!! Jedenfalls in Italien)… Die Liste wäre endlos zu ergänzen!!

Jetzt bin ich aber wieder zurück, der zweite Koffer ist fast fertig ausgepackt und ich kann mich auf die Suche nach einer neuen Wohnung machen – weil umziehen so viel Spaß macht ;)

Bleibt nur noch abzuwarten, wann mein Trapscript of Records ankommt, das zum Glück zu mir nach Hause geschickt wird und ich dann selber zur Uni bringen muss. Und dann bin ich gespannt, wie die Anrechnung der Kurse in Bonn abläuft und auf welche Hindernisse ich da noch treffe!

Ich hoffe euch mit meinem Blog ein bisschen über Siena, Italien, mein Erasmusleben und die Uni erzählt zu haben – auch wenn ich oft nicht die Zeit hatte, zu schreiben, weil ich mal wieder Hausaufgaben machen musste, für eine Prüfung lernen oder eine Hausarbeit schreiben, oder weil ich auf Reisen war oder weil schlichtweg unser Internet mal wieder nicht funktioniert hat, habe ich gerne aufgeschrieben, was ich so gemacht habe im sonnigen Süden!

Wer jetzt unglaublich dringende Fragen hat ;) darf mich gerne fragen :)

Baci e abbracci,

Sabine

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Evento Nationale Erasmus Italia in Calabria

Mai 27, 2008 · Kommentar schreiben

1000 Erasmus Studenten aus ganz Italien, 3 Tage, eine komplette Hotelanlage nur für uns, direkt am Meer gelegen – klingt vielversprechend!

Also ging es Mittwochabend gemeinsam mit 30 Erasmus Studenten aus Siena los in Richtung Süden. Knapp 900 Kilometer und 16 Stunden Fahrt später (okay, gut eine Stunde davon hatten wir uns verfahren; Serpentinen durch Kalabriens Berge statt Autobahn) waren wir endlich angekommen – Porto Kaleo Hotel Village (bei Crotone). Geschlafen haben wir natürlich so gut wie gar nicht…

Hotelzimmer toll, Pool auch super – also schnell in den Bikini und ab an den Strand :) Perfektes Strandwetter, Wasser auch schon warm und Sonne Sonne Sonne!!

Donnerstag und Freitag waren wir also entweder am Strand oder am Pool. Samstag haben wir dann einen Ausflug nach Le Castella gemacht, ein Städtchen in der Nähe mit einer Burg (la fortezza, isola di capo rizzuto) die man besichtigen konnte. Den Freitagsausflug hatten wir leider verpasst – erfahren haben wir davon, als der Bus weg war…. Samstagnachmittag dann – schnell wieder ans Meer! Und weil im Sand springen so unglaublich Spaß macht, gibt es jetzt ganz viele Fotos davon :D

Essen mit 1000 Leuten, innerhalb von einer Stunde??? Es ist genauso, wie man es sich vorstellt. Nur schlimmer. Am ersten Tag durften noch alle gleichzeitig in den Essenssaal gehen (bzw. laufen) – geendet ist es in einer Schlacht darum, wer als erstes ansteht und wer schneller Pasta bekommt (so eine Eile war gar nicht nötig, es gab nämlich jeden Tag das gleiche). Danach hat das Hotelpersonal dazugelernt und uns nur noch schubweise rein gelassen – also gab es das Gedrängel an der Tür… Da ungefähr 70 Prozent der mitgekommenen Erasmus Studenten aus Spanien waren, war das Essen nicht nur laut – sondern sehr laut. Da wurde auf den Tischen getanzt, gesungen (natürlich nur auf Spanisch), Musik mit Besteck und Geschirr gemacht und ordentlich gefeiert. Bei jedem Essen. (ja, auch beim Frühstück…) Anstrengend wird das, wenn man beim Frühstück sitzt, um danach einen Ausflug zu machen, und die Partymäuse der letzten Nacht auch da sind ;) Wie war das nochmal mit dem „typischen Erasmusstudenten“?

Typisch – Poolparty ;) Erst eine halbe Stunde Aqua Gym, und weil sowieso schon alle im Wasser sind, wird dann gefeiert. Nachmittags und abends war durchgehend Party am Pool, und bei 1000 Leuten ist das schon eine ganze Menge los. Eben typisch Erasmus ;) [nicht, dass alle so sind; es geht hier ausschließlich um das Klischee, das in unseren Köpfen ist... ebenso ist es natürlich möglich, dass nicht-Erasmus Studenten perfekt in das Klischee passen]

Sonntag wartete dann die lange Fahrt zurück auf uns… Vor dem Frühstück habe ich schon auf dem Weg dorthin einen kleinen Abstecher in den Pool gemacht – fertig angezogen mit Jeans für die Rückfahrt (danke hiermit nochmal an den Spanier, der mir auf Spanisch etwas sagen wollte und, weil ich nichts verstanden habe, mit mir in den Pool gesprungen ist)… Gut, dass ich noch nicht fertig gepackt hatte ;) Abfahrt um 10 geplant – tatsächlich gegen halb 12… 13 Stunden Fahrt und der Bus war voll, das heißt 13 Stunden eng sitzen, abwechselnd heiß und kalt (Klimaanlage mal aus, mal an) und ab und zu eine kleine Pause von 15 Minuten… Da einige ihre Stimme vorübergehend verloren hatten, war es etwas ruhiger im Bus und man konnte tatsächlich schlafen ;)

Wie es mir gefallen hat? Super :)

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