1000 Erasmus Studenten aus ganz Italien, 3 Tage, eine komplette Hotelanlage nur für uns, direkt am Meer gelegen – klingt vielversprechend!
Also ging es Mittwochabend gemeinsam mit 30 Erasmus Studenten aus Siena los in Richtung Süden. Knapp 900 Kilometer und 16 Stunden Fahrt später (okay, gut eine Stunde davon hatten wir uns verfahren; Serpentinen durch Kalabriens Berge statt Autobahn) waren wir endlich angekommen – Porto Kaleo Hotel Village (bei Crotone). Geschlafen haben wir natürlich so gut wie gar nicht…
Hotelzimmer toll, Pool auch super – also schnell in den Bikini und ab an den Strand
Perfektes Strandwetter, Wasser auch schon warm und Sonne Sonne Sonne!!
Donnerstag und Freitag waren wir also entweder am Strand oder am Pool. Samstag haben wir dann einen Ausflug nach Le Castella gemacht, ein Städtchen in der Nähe mit einer Burg (la fortezza, isola di capo rizzuto) die man besichtigen konnte. Den Freitagsausflug hatten wir leider verpasst – erfahren haben wir davon, als der Bus weg war…. Samstagnachmittag dann – schnell wieder ans Meer! Und weil im Sand springen so unglaublich Spaß macht, gibt es jetzt ganz viele Fotos davon

Essen mit 1000 Leuten, innerhalb von einer Stunde??? Es ist genauso, wie man es sich vorstellt. Nur schlimmer. Am ersten Tag durften noch alle gleichzeitig in den Essenssaal gehen (bzw. laufen) – geendet ist es in einer Schlacht darum, wer als erstes ansteht und wer schneller Pasta bekommt (so eine Eile war gar nicht nötig, es gab nämlich jeden Tag das gleiche). Danach hat das Hotelpersonal dazugelernt und uns nur noch schubweise rein gelassen – also gab es das Gedrängel an der Tür… Da ungefähr 70 Prozent der mitgekommenen Erasmus Studenten aus Spanien waren, war das Essen nicht nur laut – sondern sehr laut. Da wurde auf den Tischen getanzt, gesungen (natürlich nur auf Spanisch), Musik mit Besteck und Geschirr gemacht und ordentlich gefeiert. Bei jedem Essen. (ja, auch beim Frühstück…) Anstrengend wird das, wenn man beim Frühstück sitzt, um danach einen Ausflug zu machen, und die Partymäuse der letzten Nacht auch da sind
Wie war das nochmal mit dem „typischen Erasmusstudenten“?
Typisch – Poolparty
Erst eine halbe Stunde Aqua Gym, und weil sowieso schon alle im Wasser sind, wird dann gefeiert. Nachmittags und abends war durchgehend Party am Pool, und bei 1000 Leuten ist das schon eine ganze Menge los. Eben typisch Erasmus
[nicht, dass alle so sind; es geht hier ausschließlich um das Klischee, das in unseren Köpfen ist... ebenso ist es natürlich möglich, dass nicht-Erasmus Studenten perfekt in das Klischee passen]
Sonntag wartete dann die lange Fahrt zurück auf uns… Vor dem Frühstück habe ich schon auf dem Weg dorthin einen kleinen Abstecher in den Pool gemacht – fertig angezogen mit Jeans für die Rückfahrt (danke hiermit nochmal an den Spanier, der mir auf Spanisch etwas sagen wollte und, weil ich nichts verstanden habe, mit mir in den Pool gesprungen ist)… Gut, dass ich noch nicht fertig gepackt hatte
Abfahrt um 10 geplant – tatsächlich gegen halb 12… 13 Stunden Fahrt und der Bus war voll, das heißt 13 Stunden eng sitzen, abwechselnd heiß und kalt (Klimaanlage mal aus, mal an) und ab und zu eine kleine Pause von 15 Minuten… Da einige ihre Stimme vorübergehend verloren hatten, war es etwas ruhiger im Bus und man konnte tatsächlich schlafen
Wie es mir gefallen hat? Super